Der Name KoKS steht für Korpusbasierte Kollokationssuche. Im KoKS-Projekt sollte ein System entwickelt werden, dass Kollokationen aus einem bilingualen Korpus extrahiert. Kollokationen sind Mehrwortausdrücke oder Phrasen, in denen nicht jedes Wort durch ein Synonym ersetzt werden kann.3.1Beispielsweise kann in ,,ins Gras beißen`` das Nomen nicht ersetzt werden. ,,In den Wiesenbewuchs beißen`` hat nicht die Bedeutung ,,sterben``. (Zu dieser Bedeutung kann man zwar gelangen, indem man ,,um die Ecke denkt``. Aber bei der ,,Ecke`` handelt es sich um die Kollokation ,,ins Gras beißen``.)
Die im KoKS-Projekt verwendete Definition von Kollokationen ist spezifischer als die hier dargestellte, ist aber für diese Arbeit jedoch nicht wichtig. Kollokationen sind beim Übersetzen nur insofern interessant, als dass sie besondere Aufmerksamkeit erfordern. Sie können nicht kompositionell, d.h. nicht jeder Bestandteil kann unabhängig vom Kontext, übersetzt werden. Natürlich kann man einwenden, dass es für eine gute Übersetzung der Regelfall ist, dass der gesamte Kontext Einfluss auf die Wortwahl hat.
Im KoKS-Projekt wurde versucht, Kollokationen daran zu erkennen, dass ihre Übersetzung nicht mit vorhandenen Wörterbucheinträgen erklärt werden kann. Dazu verwendet das KoKS-System ein Abstandsmaß, das den Grad der Übereinstimmung von Ausgangsphrase und Übersetzung mit Hilfe eines Wörterbuchs misst. Ergebnisse haben () vorgestellt.