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Überblick

Die Beschreibung eines Translation Memory als eine Software-Komponente, die das Referenzmaterial nach dem zu übersetzenden Satz durchsucht und automatisch die dort vorliegende Übersetzung für die aktuelle Übersetzung übernimmt, ist für das Verständnis der Funktionsweise und der Probleme, die sich dem Anwender oder dem Entwickler eines TM-Systems stellen, unzureichend. Kapitel 2 geht daher auf die Grundlagen ein. Es beschreibt, wie ein TM in den Übersetzungprozß eingebunden ist und wie es funktioniert, insbesondere wie es die Übersetzung findet. Das Grundlagenkapitel endet mit einer kurzen Beschreibung der verwandten Themen ,,Concordancing`` und ,,maschinelle Übersetzung`` und grenzt sie von Translation Memory ab.

Voraussetzung für die Benutzung eines Translation Memory ist, dass bereits übersetzter Text vorliegt.1.9Um mit einer TM-Erweiterung experimentieren zu können benötigt man eine möglichst umfangreiche Sammlung von Texten zusammen mit ihrer Übersetzung, ein bilinguales Korpus, das auf Satzebene alignt ist. Mir steht das Korpus des Studienprojekt KoKS und weiteres Material aus () zur Verfügung. In Kapitel 3 werden das von mir verwendete Korpus und die Schritte beschrieben, die nötig sind, um die Texte für die Benutzung im Translation Memory aufzubereiten. Besonders ausführlich werde ich die Annotation der Wortarten (POS-Tagging) darstellen, da sich mein Ansatz durch die Nutzung der Wortarteninformation von einfachen TMs unterscheidet. Abgeschlossen wird das Kapitel mit der Ermittlung einer Stichprobe von Beispielsätzen, zu denen Fuzzy-Matches gesucht und klassifiziert werden.

Kapitel 4 stellt dann den Ansatz zum Kombinieren mehrerer nur teilweise übereinstimmender Fundstellen im Referenzmaterial vor. Es werden Möglichkeiten zur Umsetzung aufgezeigt, die sich auf die in den vorangehenden Kapiteln entwickelten Grundlagen stützen. Das Kapitel schließt mit einer kurzen Bewertung ab.



Fußnoten

... vorliegt.1.9
Zwar kann der Übersetzer mit einem leeren Translation Memory seine Arbeit beginnen. Aber erst wenn zumindest ein Satz übersetzt wurde und zusammen mit dem Ausgangssatz ins Referenzmaterial aufgenommen wurde, kann das Translation Memory in Aktion treten.

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